Studie: Deutsche zahlen häufiger kontaktlos mit Karte

Frankfurt am Main (APA/dpa) – Immer mehr Deutsche bezahlen laut einer Studie ihre Einkäufe kontaktlos per Karte an der Ladenkasse. Hätten im Juli 2017 erst 15 Prozent der Befragten angegeben, sie hätten bereits kontaktlos Rechnungen beglichen, waren es Anfang dieses Jahres fast die Hälfte (47 Prozent). Das geht aus einer Analyse der Strategieberatung Oliver Wyman hervor.

Für die Studie von Oliver Wyman wurden im Jänner und Februar 2019 mehr als 1.500 Verbraucher in Deutschland zu ihrem Zahlungsverhalten befragt.

Dabei werde vor allem die Girocard beliebter, erklärte Rene Fischer, Partner bei Oliver Wyman. Kreditkarten spielten eine untergeordnete Rolle. Beim kontaktlosen Zahlen werden Karten an ein Lesegerät gehalten und kleine Beträge ohne PIN direkt abgebucht. Ein Einstecken der Karten in ein Gerät ist nicht nötig.

Auch Zahlen per Smartphone breite sich aus. Jeder vierte Befragte (26 Prozent) habe schon per Handy mobil bezahlt. Darunter fallen Dienste wie Paypal und Payback Pay, aber auch Google Pay und Apple Pay. Wie viele Leute regelmäßig mobil oder kontaktlos zahlen, wurde nicht erfasst.

Mit dem Vormarsch von kontaktlosem und mobilem Zahlen könnten Scheine und Münzen schneller an Bedeutung verlieren, glaubt Fischer. Schrumpfe der Bargeld-Anteil derzeit um 1 Prozent pro Jahr, könne sich das Tempo mittelfristig auf 2 Prozent beschleunigen. „Der Umsatzanteil von Bargeld an allen Transaktionen könnte binnen fünf Jahren unter 40 Prozent fallen.“ 2017 lag der Wert laut Angaben der Deutschen Bundesbank bei 48 Prozent.

Vergangenes Jahr hatten Verbraucher im stationären Einzelhandel erstmals mehr Geld per Giro- und Kreditkarte ausgegeben als in bar, wie das Handelsforschungsinstitut EHI jüngst mitteilte. Das heiße aber nicht, dass Kunden bald nur noch per Karte oder Smartphone zahlen, betonten die Experten zugleich. Drei Viertel aller Einkäufe im Handel, exakt 76,1 Prozent, würden weiter bar beglichen.

Link zum Artikel

Meine Anregungen:

Habe zu den vorliegenden Daten nicht viel mehr gefunden, als im Artikel selbstbereits vorliegt (Paper des Oliver Wyman Instituts, aber nicht so umfangreich wie erwartet). Ich fand es wichtig aufgrund der fehlenden Übersichtlichkeit vorallem darauf aufzubauen zu den angeführten Daten Vergleichswerte vorzulegen. So sollen Leser*innen ein besseres Verständnis aufbauen können. Die erste Grafik ist sehr simpel gehalten. Sie gibt einen ausreichenden Überblick über den AUfhänger der Geschichte, nämlich das kontaktlose Zahlen. Auf die einzelnen Bezahlarten soll noch im folgenden näher eingegangen werden.

Habe mich dann für diese Art des Diagramms entschieden, die diverse gängige Zahlungsmöglichkeiten gut veranschaulichen soll. Ich finde diese Veranschaulichung am übersichtlichsten, da ja die Prozentanteile des Gesamtumsatzes im Fokus stehen sollen. Was mir hier aber definitiv fehlt, sind die Daten zur Bezahlung via Smartphone oder Online Diensten wie PayPal. Diese würden mir hier einen noch - vor allem für die heutige Zeit relevanteren - Überblick verschaffen. Ich vermute, dass hier die gesammelten Daten aber beispielsweise nicht über PayPal sammelbar sind, da es sich hier um Transaktionen im Einzelhandel handelt.

Mit dieser Visualisierung habe ich versucht darzustellen wie häufig die Nutzung von kontaktloser Mobil- oder Kartenzahlung ist. Die dargestellten Prozentanteile zeigen an wie viele der Befragten zumindest schon vereinzelt die diversen Arten kontaktlos zu zahlen verwendet haben.

Es ist gedacht, dass die Visualisierungen als Leitfaden für den Artikel dienen. So könnten sich Leser*innen besser ein Bild von den Anteilen verschaffen.

Generell ist es schwierig sich ein Bild von dem Artikel zu machen. Schrumpfe der Bargeld-Anteil derzeit um 1 Prozent pro Jahr, könne sich das Tempo mittelfristig auf 2 Prozent beschleunigen. „Der Umsatzanteil von Bargeld an allen Transaktionen könnte binnen fünf Jahren unter 40 Prozent fallen.“ - aus diesem Absatz konnte ich auch jetzt noch nicht schlau werden. Hier wäre es besser gewesen, wenn er besser oder in leichterer Sprache erklärt gewesen wäre.

Wie viele Leute regelmäßig mobil oder kontaktlos zahlen, wurde nicht erfasst. - Diesen Absatz empfinde ich schlichtweg als überflüssig.

Es wäre noch interessant gewesen zu erfahren, wo der europäische Durchschnitt im kontaktlosen Zahlen liegt. Zwar hätte ich zu diesem Thema folgende Pressemitteilung gefunden Link . Hier glaube ich, dass die untersuchten Länder einfach zufällig ausgewählt wurden und schlichtweg ein europaweiter Vergleich fehlt. Andere vergleichbare Datensätze konnte ich in meiner Recherche leider nicht auftreiben.

Dass die Releveanz von Girokarten und Handyzahlung hervorgehoben wird, finde ich hingegen richtig gewählt hinsichtlich der Relevanz.