Studie: Hohe Kosten für Schulausrüstung

Knapp 1.300 Euro geben Eltern im Durchschnitt pro Kind und Schuljahr für den Schulbesuch aus. Besonders hoch sind die Ausgaben für digitale Endgeräte, die für das Distance Learning nötig waren. Das zeigt eine aktuelle Studie der Arbeiterkammer Steiermark (AK).

Insgesamt wurden für die Studie österreichweit knapp 3.000 Eltern befragt. Je nach Schulstufe fielen die Kosten unterschiedlich aus: Während für ein Volksschulkind im Schnitt 1.317 Euro ausgegeben wurden, beliefen sich die Kosten von der fünften bis zur achten Schulstufe auf 1.186 Euro, in der Oberstufe auf 1.423 Euro.

Besonders hoch waren laut Studie die Ausgaben, um den Kindern das CoV-bedingte Distance Learning zu ermöglichen: Für Tablets und Laptops fielen im Schnitt pro Kind zusätzlich 458 Euro an.

Psychische Auswirkungen auf Kinder und Eltern

14 Prozent der befragten Familien gaben zudem an, dass sich die psychische Gesundheit der Kinder zwischen Oktober 2020 und Februar 2021 verschlechtert habe. Knapp über die Hälfte dieser Eltern (54 Prozent) berichteten von Antriebslosigkeit ihrer Kinder oder von Niedergeschlagenheit. Ein Drittel gab an, dass ihre Kinder an Schlaflosigkeit und Angstzuständen leiden.

Gleichzeitig beklagten der AK-Studie zufolge zwei Drittel der Eltern in der Steiermark, dass sie selbst durch Lockdowns und Distance Learning „sehr“ oder „ziemlich“ gestresst waren.

Finanzielle Entlastung und mehr Personal gefordert

Der Präsident der Arbeiterkammer Steiermark, Josef Pesserl, fordert angesichts der Studienergebnisse mehr Personal an den Schulen und eine rasche finanzielle Entlastung der Eltern durch einen Bonus zur Familienbeihilfe. In den nächsten Monaten gelte es, großflächige Schulschließungen zu vermeiden: „Kein Kind dürfe in seiner Ausbildung und Entwicklung zurückgelassen werden“, so Pesserl.

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Anmerkungen

Ich habe diese Grafik erstellt, um den LesernInnen zu ermöglichen auf einen Blick zu sehen was die durchschnittlichen Kosten pro Schulkind in der jeweiligen Schulstufe sind. Zusätzlich habe ich mir die Stichprobengröße herausgesucht, da sie in dem Artikel nicht angegeben war. Der Absatz im Artikel ,,Insgesamt wurden für die Studie.." lässt darauf schließen, dass diese Durchschnittskosten für Schulkinder in ganz Österreich gemeint sind, allerdings treffen die Zahlen nur auf die kleine Stichprobe aus der Steiermark zu.

 

Ich habe mir den Satz: ,,Gleichzeitig beklagten der AK-Studie zufolge zwei Drittel der Eltern in der Steiermark, dass sie selbst durch Lockdowns und Distance Learning „sehr“ oder „ziemlich“ gestresst waren." genauer angesehen und befunden, dass er nur teilweise richtig ist. Der Autor/die Autorin dieses Artikels hat sich nur eine Zahl aus der Grafik herausgenommen und beschrieben. Der genaue Zeitpunkt wird nicht genannt. Er verallgemeinert die Aussage, obwohl nur zu einem gewissen Zeitpunkt 67% der Eltern sehr oder ziemlich gestresst waren.

Diese Grafik habe ich aus dem Grund erstellt, weil ich diese Durchschnittskosten etwas genauer aufgeschlüsselt dem Leser/der Leserin erläutern wollte. Beim ersten lesen des Artikels hat sich mir die Frage gestellt woraus sich diese Zahlen bilden.

,,Besonders hoch waren laut Studie die Ausgaben, um den Kindern das CoV-bedingte Distance Learning zu ermöglichen: Für Tablets und Laptops fielen im Schnitt pro Kind zusätzlich 458 Euro an." Auch dieser Satz ist zwar richtig, allerdings nur im Zusammenhang mit ganz Österreich. Aus dem Artikel kann nicht gut herausgelesen werden, welche Zahlen nur auf die Steiermark zu verzeichnen sind und welche österreichweit. Deshalb habe ich diese Grafik erstellt, mit dem Zusatz, wie sehr die Kosten angestiegen sind von der letzten Schulkostenstudie 2015/16 und der aktuellen.