Bundespräsidentenwahl 2016 – Ergebnisse 2. Wahlgang

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Social Media in Österreich

Social Media-Plattformen wie Facebook, Instagram oder Twitter sind fester Bestandteil unseres Alltags. Fast 71 % der Österreicher nutzen soziale Medien regelmäßig. Einer aktuellen Studie von StatCounter nach rangiert vor allem Facebook mit einem Marktanteil von 84,14 % auf Platz 1 der beliebtesten Social Media Portale in Österreich. Tumblr sowie die Microblogging-Seite Twitter folgen weit abgeschlagen auf Platz 2 und 3.

Facebook als ungeschlagener Spitzenreiter

Facebook gilt nach wie vor als beliebtestes soziales Netzwerk. Früher hauptsächlich von der Generation der Digital Natives genutzt, erfreut sich Facebook vor allem bei der Generation 50+ immer größerer Beliebtheit. Die Europäische Kommission führte 2014 eine Studie mit 3500 Internetnutzern im Alter von 9 bis 16 Jahren aus den Ländern Deutschland, Spanien, Großbritannien, Italien, Irland, Belgien, Dänemark, Portugal und Rumänien durch. Es sollte unter anderem festgestellt werden, wie viele von ihnen überhaupt ein Profil in einem sozialen Netzwerk haben. Dem gegenübergestellt wurde die Zahl der Facebook-Accounts. Aus der folgenden Grafik ist ersichtlich, dass der Großteil der befragten Internetnutzer ein Facebook Profil besitzt.

Des Weiteren wurde in der Studie erfragt, welche persönlichen Informationen von Kindern und Jugendlichen in Social-Media-Netzwerken veröffentlicht wurden. Die Mehrheit der befragten Internetnutzer gab an, zumindest den Nachnamen, ein Foto sowie die besuchte Schulstätte auf ihrem Profil anzugeben. Nur ein geringer Teil veröffentlichte sehr private Informationen wie die eigene Telefonnummer oder sogar ihre Anschrift auf ihrem Profil.

Die Lage in Österreich

Auch in Österreich lässt sich ein ähnlicher Trend wie in der restlichen EU erkennen. Facebook ist auch hierzulande das beliebteste soziale Netzwerk. Über 3,7 Millionen Österreicher besitzen einen aktiven Facebook-Account.

Facebook mag zwar das beliebteste soziale Netzwerk in Österreich sein. Konkurrenz bekommt die Seite vor allem von anderen Plattformen wie WhatsApp oder Snapchat. Vor allem bei Jugendlichen erfreuen sich die beiden Social-Media-Plattformen immer größerer Beliebtheit. Hierbei ist anzumerken, dass diese Altersgruppe hauptsächlich Bilder und Videos untereinander verschickt. Saferinternet.at hat dazu in einer aktuellen Umfrage 507 Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 17 Jahren zu ihrem Umgang mit Bildern im Netz befragt.

Interessanterweise lassen sich hier deutlich demographische Unterschiede erkennen. Die beiden Foto-Sharing-Apps Instagram und Snapchat weisen deutlich mehr weibliche User auf als männliche. YouTube gilt als Suchmaschine Nummer 1 bei den Jugendlichen. Besonders beliebt sind Tutorials oder Tiervideos.

Hinterzieht Airbnb Steuern?

Übernachten in privaten Wohnungen statt im Hotelzimmer: Was als Idee begann, ist nun ein 25-Milliarden-Dollar-Unternehmen – und für viele Städte der Welt eine bürokratische Herausforderung. Denn bei der privaten Vermietung von Zimmern und Wohnungen über die Online-Plattform Airbnb werden vielfach keine Steuern gezahlt und auch die Ortstaxen werden nicht abgeführt. Auch in Wien bislang nicht. Doch wie viele Airbnb-Unterkünfte gibt es derzeit überhaupt in Österreich?

 

Wer ein Zimmer oder eine Wohnung auf Airbnb oder einer ähnlichen Plattform privat vermietet, soll ebenso wie Hotelbetreiber die Ortstaxe – in Wien 3,2 Prozent pro Nacht – abführen.

Wiener Ortstaxe berechnen, aber wie?

Die Ortstaxe beträgt je Person und Beherbergung 3,2 % der Bemessungsgrundlage. Die Bemessungsgrundlage der Ortstaxe ist das Beherbergungsentgelt abzüglich  Umsatzsteuer und Entgelt für Frühstück. Ein Pauschalabzug von 11% des um die Umsatzsteuer und das Entgelt für das Frühstück verminderten Beherbergungsentgelts als Äquivalent für allfällige Internationalisierungsmaßnahmen. Im Zuge der Mehrwertsteuererhöhung auf Logis auf 13% ab 1.5.2016 wird die Ortstaxe ab diesem Zeitpunkt mit einer neuen Schlüsselzahl berechnet: Die Schlüsselzahl lautet ab 1.5.2016: 2,4584.

 

„Nach trend.at-Schätzungen auf Basis der Daten von insideairbnb.com beläuft sich der jährliche Fehlbetrag auf rund 740.000 Euro an Ortstaxen, die Airbnb-Anbieter in Wien theoretisch zahlen müssten. Denn jede der rund 5.000 Unterkünfte ist im Schnitt 66 Tage im Jahr gebucht. Hochgerechnet entspricht das Einnahmen von rund 23,1 Millionen Euro. Daraus wären demzufolge 739.200 Euro Ortstaxe fällig.“

Um die Vermieter in die Pflicht nehmen zu können, sollen die Plattformen nun via Gesetzesänderung ihre Daten offen legen müssen. Zudem wird mit der Novelle der Strafrahmen von 420 auf 2.100 Euro erhöht.

Hochzeitsglocken läuten wieder öfter

Die Hochzeitsglocken in Österreich läuten immer öfter, und das besonders Erfreuliche, die Ehen in Österreich halten wieder länger. Laut Informationen der Statistik Austria ist die Zahl der Eheschließungen gestiegen, und die der Scheidungen gesunken.

Demnach wurden im Jahr 2015 über 44.500 Ehen geschlossen. Wie folgende Grafik zeigt, ist dies die mit Abstand höchste Zahl der letzten zehn Jahre.

Zu erwähnen ist, dass die Statistik Austria erstmals durch die Umstellung auf das Zentrale Personenregister, auch Ehen von im Ausland leben Österreichern mitrechnen konnten. 3.690 dieser Ehen und 39 Partnerschaften wurden im Ausland begründet. Doch auch ohne diese Trauungen hätte sich ein deutliches Plus ergeben.

Dieser Trend zeigt sich auch in den Bundesländern, denn von Vorarlberg bis nach Wien, sind in jedem der neun Bundesländer mehr Ehen geschlossen worden als noch im Jahr davor.

Auffällig ist jedoch, dass sich die Österreicher in immer höheren Alter trauen. So ist das Alter, sowohl von Braut als auch Bräutigam, 2015 um 0,2 Prozent höher als zum Vorjahr.

Unter allen Bundesländern sind Männer in Wien mit 31,6 Jahren bei ihrer Erstheirat am jüngsten gewesen, Frauen in Niederösterreich mit 29,8 Jahren. Am ältesten waren erstmalig heiratende Brautleute in Kärnten (Männer: 33,7 Jahre, Frauen: 31,1 Jahre).

Betrachtet man auch die Nationalitäten der Eheleute, fällt deutlich auf, dass die Zahl der Nicht-Österreichischen Staatsbürgern in den vergangen zehn Jahren immer mehr gestiegen ist. Dafür ist die Zahl der Eheschließungen, in denen beide Partner Österreicher sind, nach einem zwischenzeitlichen Hoch wieder auf den Wert von vor zehn Jahren gesunken.

 

Von den 423 eingetragenen Partnerschaften im Jahr 2015 haben 384 gleichgeschlechtliche Paare ihre Partnerschaft in Österreich begründet, 4,5 Prozent weniger als 2014. 52 Prozent der Paare waren männlich, der Großteil der Eingetragenen Partnerschaften sind in Wien geschlossen worden.

Bei 65,2 Prozent der eingetragenen Partnerschaften hatten beide Partner beziehungsweise Partnerinnen die österreichische Staatsbürgerschaft, bei 61,0 Prozent sind beide Partner in Österreich geboren.

Scheidungen zurückgegangen

Positives zeigen auch die Zahlen der Scheidungen, die im Jahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen sind.

Gegenüber 2014 ist die Scheidungsrate damit um 1,8 Prozent gesunken. Die Zahl der aufgelösten eingetragenen Partnerschaften betrug 69.

Die Wahrscheinlichkeit, dass eine 2015 geschlossene Ehe vorzeitig endet, sprich die Gesamtscheidungsrate, ist 2015 bei 41,6 Prozent gelegen und damit um 0,65 Prozent unter der des Vorjahres.

Hauptstadt mit meisten Scheidungen

Im Bundesländervergleich war die Gesamtscheidungsrate 2015 in Wien mit 47,8 Prozent am höchsten und in Oberösterreich mit 36,3 Prozent am niedrigsten.

Die mittlere Ehedauer (Median) der im Jahr 2015 geschiedenen Ehen war mit 10,9 Jahre um 0,2 Jahre länger als im Jahr davor.

Der Aufbruch der Streaming Dienste

IFPI Austria – der Verband der Österreichischen Musikwirtschaft veröffentlicht jedes Jahr den „IFPI Marktbericht“. Er beinhaltet Zahlen, Daten und Fakten rund ums österreichische Musikbusiness. So können leicht Trends und Entwicklungen innerhalb der Branche festgestellt werden.

Der Gesamtumsatz der österreichischen Musikbranche ergibt sich aus dem Umsatz am physischen Markt (CDs, Musik-DVDs, Vinyl), am Digitalmarkt (Downloads, Streaming, Handy-Downloads), durch Merchandising und durch die Leistungsschutzrecht GmbH.

Beobachtet man insbesondere die Entwicklung der letzte 6 Jahre (2009-2015) ist zu erkennen, dass der Gesamtumsatz der österreichischen Musikbranche und der Umsatz des physischen Marktes fast proportional zueinander sinken. Betrug der Gesamtumsatz im Jahr 2009 noch €182 Millionen ist er bis 2015 um fast ein Viertel gesunken. Gleichzeitig ist der Umsatz des physischen Markts in den 6 Jahren um die Hälfte gesunken. Der Umsatz am Digitalmarkt hat sich stattdessen im selben Zeitraum verdoppelt und verzeichnete im Jahr einen Umsatz von €31,4 Millionen.

Vergleicht man die Jahre 2009 und 2015 nach den Anteilen der einzelnen Segmente am Gesamtumsatz, ist deutlich zu erkennen, dass eine erhebliche Verschiebung stattgefunden hat.

Der Umsatz erwirtschaftet durch CDs und Musik-DVDs hat sich in dem Zeitraum halbiert, während der Umsatz durch Downloads fünf Mal, und der durch Streaming Dienste elf Mal so groß ist. Einerseits der Streaming Dienst von Apple – Apple Music, aber auch der Spotify haben einen erheblichen Beitrag dazu beigetragen. Sie ermöglicht, DRM-geschützte Musik einer Reihe großer Plattenlabels wie Sony, EMI, Warner Music Group und Universal, sowie zahlreicher kleiner Labels über das Internet zu hören und die Musik auch herunterzuladen. Der monatliche Beitrag für die Mitgliedschaft liegt, je nach Anbieter, ungefähr bei €10. Die heruntergeladene Musik ist solange vorhanden, wie das Abo besteht. Spotify kam Ende 2011 auf den österreichischen Markt.

Folgende Grafik zeigt die Anteile der einzelnen Sparten am Umsatz des Digitalmarktes.

Die Grafik verdeutlicht die Beliebtheit der Streaming Dienste. Während am Beginn der Entwicklung hin zum digitalen Markt vor allem die Downloads stetig gestiegen sind, sind seit den letzten drei Jahren die Streaming Dienste auf der Überholspur.
Die Downloads von Handy-Klingeltönen sind dadurch im Jahr 2015 erstmals komplett verschwunden.

Im Vergleich dazu haben sich die Umsätze in den einzelnen Segmente des physischen Markts kontinuierlich verschlechtert. Einziger Ausreisser scheint hier der Umsatz von Vinyl, der über die letzten Jahre wieder stetig angestiegen ist. Im Jahr Betrug der Umsatz bereits wieder €5,2 Millionen, während er 2009 noch bei €910 Tausend lag.

Neben der Digitalisierung des Musikmarktes scheint es, als ob die bereits zu vergessen geglaubten Favoriten wieder ihr Revival entdecken und zum Statussymbol werden.

Der Gender-Gap in Österreich

„Frauen arbeiten ab 11. Oktober gratis.“ Der Equal Pay Day signalisiert die Einkommensungleichheit zwischen Frauen und Männern. Frauen werden in Europa für die gleiche Arbeit noch immer signifikant schlechter bezahlt als Männer.

Diese Einkommensungleichheit ist jedoch nicht nur auf bloße Lohnunterschiede zurückzuführen. Der Gender Gap setzt sich auch aus strukturellen Faktoren zusammen, die nicht nur wirtschaftlicher sondern auch sozialer Natur sind. Ein Faktor ist die Erwerbsbeteiligung. Hohe Erwerbstätigenquoten sind zwar grundsätzlich gut für eine Volkswirtschaft, sagen jedoch nicht unbedingt viel über die Art bzw. Qualität der Beschäftigung aus, da sie alle Beschäftigungsverhältnisse wie Teilzeit und asymmetrische Arbeitsverhältnisse zusammenfassen.

Erwerbstätigen- vs. Teilzeitquote

Österreichische Frauen beteiligen sich laut Statistik Austria immer stärker am Arbeitsmarkt. Ihre Erwerbsquote steigt kontinuierlich. Innerhalb der letzten zehn Jahre kam es zu einer Erhöhung der Erwerbstätigenquote der 15- bis 64-jährigen Frauen von 61,1% (2005) auf 67,1% (2015). (vgl. Statistik Austria)

Gender Pay Gap

Die Ergebnisse der europäischen Arbeitskräfteerhebung 2010 der Eurostat zeigen, dass Länder wie Italien oder Malta nicht nur einen niedrigen Gender Pay Gap, sondern auch eine niedrige Erwerbstätigenquote der Frauen aufweisen. Eine mögliche Erklärung dafür ist, dass Frauen mit höherer Qualifikation und damit verbundenen besseren Verdienstchancen häufiger auf dem Arbeitsmarkt in Erscheinung treten als gering qualifizierte Frauen. So können Verdienstunterschiede zwischen Frauen und Männern in Ländern mit niedrigen Frauenerwerbsquoten geringer ausfallen, da der Anteil der besser Ausgebildeten unter den erwerbstätigen Frauen höher ist als unter den Männern.

Für Österreich, aber auch für andere Länder wie Finnland, die Niederlande, Deutschland, Zypern und das Vereinigte Königreich, ist ein gegenteiliger Effekt zu beobachten. In diesen Ländern kann sowohl ein hoher Gender Pay Gap als auch eine hohe Erwerbsbeteiligung der Frauen beobachtet werden. Die Tatsache, dass eine hohe Erwerbsbeteiligung von Frauen jedoch nicht zwangsläufig zu einem hohen Gender Pay Gap führt, zeigen die skandinavischen EU-Mitgliedstaaten. Sowohl in Schweden als auch in Dänemark liegt der Gender Pay Gap trotz hoher Frauenerwerbsquoten und hoher Teilzeitbeschäftigung der Frauen unter dem EU-Durchschnitt.

Niedriglohnland Österreich

Ein weiterer Faktor zur Darstellung von Lohnunterschieden ist der Anteil der Niedriglohnbeschäftigten. Österreich weist im Vergleich zu anderen EU-Staaten einen besonders hohen Anteil von Frauen in Niedriglohnbeschäftigung auf. 2010 war der Anteil der Niedriglohnbeschäftigten bei den Frauen mit 24,8% rund dreimal so hoch wie bei den Männern mit 8,2%.

Nationale Analysen zu Niedriglohnbeschäftigung in Österreich zeigen, dass vor allem bei Teilzeitbeschäftigten, befristet oder geringfügig Beschäftigten der Anteil der Niedriglohnbeschäftigten besonders hoch ist(Statistik Austria)

Berufs und Ausbildung von Frauen

Um die geschlechtsspezifischen Lohnunterschiede zu analysieren, sind demnach weitere Faktoren zu berücksichtigen. Sowohl individuelle als auch arbeitsplatzbezogene Merkmale beeinflussen die Höhe der Verdienste.

Die Gegenüberstellung nach Berufsgruppen gemäß der Internationalen Standardklassifikation für Berufe ÖISCO-08 zeigt weiters eine starke Konzentration der Frauen auf bestimmte Berufsgruppen. Mehr als die Hälfte der Frauen (55,2%) war entweder als Bürokraft oder in der Berufsgruppe Dienstleistungsberufe und Verkäufer/-innen tätig. In höheren beruflichen Positionen waren Frauen hingegen weniger stark vertreten.

Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Verdienststrukturerhebung 2010

Die Zahlen der Bildungsstatistik der Statistik Austria zeigen, dass infolge der Bildungsexpansion und deren Auswirkungen die traditionellen geschlechtsspezifischen Unterschiede im Bildungsniveau abgenommen haben. Obwohl noch immer mehr Frauen als Männer höchstens einen Pflichtschulabschluss haben, ist der weibliche Anteil mit Tertiärabschlüssen mittlerweile höher.

Große geschlechtsspezifische Unterschiede bestehen hinsichtlich der Fächerwahl und zwar sowohl was den Schul- als auch den Hochschulbereich betrifft. So wurden im Schuljahr 2014/15 wirtschaftsberufliche und sozialberufliche Schulen hauptsächlich von Mädchen besucht, während bei den technisch gewerblichen Schulen Burschen mit 74,3% deutlich überrepräsentiert waren.

Noch deutlicher ist die geschlechtsspezifische Ungleichverteilung traditionell bei den Lehrberufen. Drei der zehn häufigsten Lehrabschlüsse (Einzelhandel, Bürokaufmann/-kauffrau und Friseur/Friseurin) werden hauptsächlich von Frauen gewählt, während die Lehrberufe Kraftfahrzeugtechnik, Elektrotechnik sowie Installations- und Gebäudetechnik fast nur von jungen Männern gewählt werden.

Quelle: STATISTIK AUSTRIA, 1981, 1991, 2001: Volkszählung. Ab 2008

Betrachtet man die Frauenquote auf Ebene der einzelnen Studienrichtung, so sind Sprachstudien, Ernährungswissenschaft und Pädagogik nach wie vor typische „Frauenstudien“. Hier werden Frauenanteile von über 80% erreicht. Männliche Domänen sind die Studienrichtungen Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik mit Frauenanteilen von bis zu unter 20%.

Auch wenn sowohl in Lehrberufen, Schulen und Hochschulen Männerdomänen noch immer klar auszumachen sind, erhöhte sich der Frauenanteil an Universitäten im Bereich Technik und Montanistik 2013/2014. (vgl. Statistik Austria)

Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Hochschulstatistik 2013/14

Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Leben Kinder im betreuungspflichtigen Alter (bis unter 15 Jahre) im Haushalt, so gibt es maßgebliche Unterschiede in den Erwerbstätigenquoten von Vätern und Müttern. Betreuungspflichten für zumindest ein Kind unter 15 Jahren verursachen eine deutlich niedrigere Erwerbstätigkeit von Frauen und gegenläufig dazu eine leicht höhere Erwerbstätigkeit von Männern. Im Jahr 2014 nahmen 92,6% der Männer und 67,2% der Frauen mit betreuungspflichtigen Kindern aktiv am Arbeitsmarkt teil.

Die Erwerbsbeteiligung der Frauen hat zwar seit 1994 deutlich zugenommen, allerdings fast ausschließlich als Folge der Zunahme von Teilzeitarbeit. Teilzeitarbeit und geringfügige Beschäftigung prägen die Erwerbsbeteiligung vieler Frauen, vor allem jener mit betreuungspflichtigen Kindern. . Vor allem für Frauen mit Kindern unter 15 Jahren ist Teilzeitbeschäftigung die dominierende Form der Erwerbsarbeit, um Betreuungsaufgaben und Erwerbstätigkeit zu vereinbaren. Damit ist auch die Verdoppelung der Teilzeitquote zwischen 1994 und 2014 von 37,1% auf 67,3% zu erklären.

Quelle: Statistik Austria, Mikrozensus 2014

Die Statistiken zeigen, dass Frauen in Österreich in den meisten wirtschaftlichen und sozialen Bereichen Männern gegenüber schlechter gestellt sind. Sie verdienen weniger, müssen auf Teilzeit- und asymmetrische Arbeitsverhältnisse zurückgreifen und müssen bei Familien mit Kindern beruflich eher zurückstecken als Väter. Obwohl sich im Bildungsbereich traditionelle Geschlechter-Rollenverständnisse wiederspiegeln, sind Frauen vor allem in der tertiären Bildung Männern weitgehend gleichgestellt.

Wie viele Flüchtlinge studieren tatsächlich an Wiener Universitäten?

Die Krone hat sich die Frage gestellt wie viele Flüchtlinge auf unseren Universitäten studieren und kam auf die bescheidene Zahl 100. „100 von 111.026 Flüchtlingen das sind 0,09 Prozent. Also nicht ganz jene 85 Prozent, wie diverse Open-Borders-Optimisten uns noch kürzlich erklärt haben“, so die Krone.

Eine Grafik der Krone würde demnach so aussehen, welches den Anschein gibt, dass nur sehr wenige Flüchtlinge in Österreich studieren und somit nicht sehr viel „zur Wirtschaft beitragen“, so das Argument der Krone. Im Artikel wird jedoch nicht angegeben nach welchen Kriterien man zu dieser Anzahl kam, denn viele der Flüchtlinge sind noch minderjährig und können noch gar nicht studieren. Weiters zeigt die folgende Statistik (http://www.bmi.gv.at/cms/BMI_Asylwesen/statistik/files/Asylstatistik_Dezember_2015.pdf), dass die Krone in ihrem Artikel ein ganzes Jahr zur Relation genommen hat und nicht wie geschrieben „ab Sommer 2015“. Außerdem spricht die Krone in ihrem Artikel nur von „Wiener Universitäten“, die nach Angaben des Fonds für Soziales Wien 13.540 Asylsuchende im studierfähigen Alter aufweist und nicht wie laut Krone 111.026. Hinzu kommt, dass laut AMS (http://www.ams.at/_docs/Pressekonferenz-Asylberechtigte-auf-Jobsuche-12-01-2016.pdf) 23% der studierfähigen Flüchtlinge bereits einen Abschluss haben. 10.426 Flüchtlinge, von denen 100 studieren ergibt 0,96 %.

Die korrekte Grafik sind nun so aus:

Immer mehr Menschen ohne Job – Arbeitslosenzahl in Österreich steigt weiterhin

Ab dem Jahr 2011 steigt die Arbeitslosenrate in Österreich immer weiter.Im Jänner 2016 erreichten die Zahlen bei 10,9% ihren Höhepunkt. Im Vergleich zu 2015 wird ein Anstieg von 1,8% zu verzeichnen, obwohl die Beschäftigung in Österreich weiter gestiegen ist.

„Die Arbeitslosigkeit in Wien wird noch eine Weile ansteigen“ – AMS-Wien-Chefin Petra Draxl.

Die Arbeitslosigkeit in Wien liegt bei 13,1% (stand Oktober 2016). Wenn man die Branchen genau betrachtet, ist die Arbeitslosenrate des Einzelhandels und die Gastronomie und Hotellerie in die Höhe geschossen. Nicht nur in der Bundeshauptstadt, sondern auch in Kärnten ist die Arbeitslosenrate deutlich höher, als in den anderen Bundesländern. Mit 10,4% liegt Kärnten jedoch immer noch unter Wien. Oberösterreich verzeichnet im Gegensatz dazu mit 5,5% die niedrigste Arbeitslosenrate in Österreich. Laut AMS-Wien-Chefin Petra Draxl zufolge ist die hohe Zuwanderungsrat ein Wien der Grund, dass die Bundeshauptstadt wieder die Statistik anführt. Auch die Wirtschaft wächst in Wien weniger schnell als in den anderen Bundesländern in Österreich.

Seit 2011 steigt die Arbeitslosigkeit

Seit fünf Jahren steigt die Zahl der Menschen ohne Arbeit in Österreich fast kontinuierlich an. Laut der Presse ist die Arbeitslosenrate so hoch wie seit Anfang der 1950er Jahre nicht mehr. Woran könnte das liegen? Denn das Wirtschaftswachstum ist tendenziell gestiegen, aber die Arbeitslosenrate sinkt nicht. Die Zahl der inländischen Arbeitlosen ist zwar gesunken, aber die der Ausländischen um ganze 9,9% gestiegen. Die Zahl der arbeitslosen Flüchtlinge und subsidiär Schutzberechtigten stieg im August im Jahresabstand um 44 Prozent auf 25.819. Viele Flüchtlinge befinden sich derzeit in Sprachkursen und Schulungsmaßnahmen.“ diePresse.com

Unzureichender Bildungsgrad

Wenn man sich die Arbeitslosenzahl nach der Ausbildung der Österreicher anschaut, sieht man, dass die Zahl jener nur mit Pflichtschulabschluss, in den letzten fünf Jahren ebenfalls deutlich angestiegen ist. Viele im Vorjahr angekommene Flüchtlinge sind noch nicht beim AMS registriert, also können wir noch mit einer steigenden Zahl rechnen.

Fortgeschrittenes Alter erschwert den Wiedereinstieg in die Arbeitswelt

Ein weiterer Grund für die steigende Zahl der Menschen ohne Job, ist die Pensionsreform, denn der erschwerte Zugang zu Frühpension ohne Arbeitsmarktreformen lässt die Arbeitslosigkeit steigen. Am Arbeitsmarkt ist die Gruppe der 50+ die am stärksten wachsende, gleichzeitig auch die Arbeitslosigkeit. Natürlich ist der Wiedereinstieg nach dem Jobverlust ein schwieriger und dies besondern bei mangelhafter Wirtschaftslage.

Laut WIFO werden wir erst wieder 2019 die Arbeitslosenrate sinken sehen.

Positives vom Tourismussektor: Neuer Rekord an Winter-Nächtigungen

Mit dem Ende des vergangenen Jahres 2016 liegen nun auch die vollständigen Ergebnisse der Tourismuszahlen aus 2015 vor. Wie die STATISTIK AUSTRIA belegt, gibt es sowohl aus dem Sommer-, als auch aus dem Wintersektor fast ausschließlich Positives zu berichten. Während sich die Entwicklungen aus dem mäßigen Jahr 2014 wieder rückläufig zeigten, sticht vor allem das Höchstniveau von insgesamt 135,2 Millionen Nächtigungen heraus. Von Niki Riss.

 

Steigerung bei Ankünften und Nächtigungen

Doch nicht nur die belegten Hotelbetten, sondern auch die Zahl der Ankünfte aller in- und ausländischen Touristen konnten 2015/2016 weiter gesteigert werden.

Besonderes Augenmerk lag nach der letzten Saison auch auf dem so wichtigen Bereich der Nächtigungen, mit denen naturgemäß der größte Profit generiert wird. Da 2014 erstmals seit mehreren Jahren die Zahlen zurückgingen, konnte im 2015 wieder ein Plus von satten 2,65 Prozent generiert werden.

Stabile Werte, die sich nach 2014 (in folgender Tabelle fett markiert) auch in der prozentuellen Bettenauslastung, die sich in der Wintersaison, welche in der Regel von November 2015 bis April 2016 geht, zeigen. Erfreulicherweise steigerte auch die Sommersaison ihr Wachstum.

Neuer Winter-Rekord

Die Wintersaison, die in der Regel von November 2015 bis April 2016 geht, schloss mit dem besten jemals erhobenen Ergebnis ab: Die Zahl der Nächtigungen erreichte mit 68,5 Mio. neue Höchstwerte und damit ein Plus von vier Prozent. Überhaupt ist der Winter seit jeher Österreichs Zugpferd der Branche. Seit dem Jahr 1980 zeigt die Statistik eine kontinuierliche Steigerung der Nächtigungen.

Winter 2016 startet stark

Auch die ersten Ergebnisse aus dem vergangenen Jahr lassen auf eine weitere Verbesserung der Situation hoffen. Wie die STATISTIK AUSTRIA in einer Aussendung mitteilt, konnte sich der November 2016 im Vergleich zum Rekordmonat aus dem Vorjahr um weitere 2,2 Prozent verbessern. Weitere Zahlen folgen …

 

 

 

Der Aufstieg des Smartphone bei Jugendlichen

Wir befinden uns im Zeitalter der “Neuen Medien”. Diese Entwicklung resultiert aus dem technischen Aufschwung und dem damit einhergehendem Bedürfnis nach Schnelligkeit.

“So wird gegenwärtig die Entwicklung neuer Handygenerationen auch dadurch vorangetrieben, dass Gerätehersteller, Telefonanbieter und Content-Provider an einem Wertschöpfungsstrang ziehen.” (Frieling, 2010)

Die sogenannte Digitalisierung hat eine Medienkonvergenz zur Folge. Das bedeutet eine Verschmelzung der unterschiedlichen Medien. Die Annäherung ehemals getrennter Medien hat mit dem Digitalisierungsprozess zu tun.

Ein Beispiel für eine solche Verknüpfung ist „Social Media“. Diese starke Veränderung in diesem Bereich hat wiederum mit der Entwicklung und der immer stärkeren Nutzung des Smartphones zu tun. Es wird zum meistgenützen Gerät um online zu sein.


Ob Kinder Zugang zu Computer und Internet haben, hängt von der ökonomischen Situation des Haushaltes ab, in dem sie aufwachsen. Es ist also Medienkindheit nicht gleich Medienkindheit. Je nachdem was die Eltern zugänglich machen, ist das Kind mit der Mediennutzung vertraut oder nicht. Seit den 90er Jahren haben Kinder jedoch viel mehr Einblicke in die Medienwelt als früher. Zuvor war die Zeit von klassischen Massenmedien wie Radio, TV und Print geprägt. Nach der Umbruchsphase eröffneten sich der Medienindustrie die digitalen Distributionswege. In der folgenden Grafik ist die Entwicklung der Smartphone-Nutzung besonders gut ersichtlich. Sie spielt eine entscheidende Rolle für die Onlinenutzung.

Wir wissen nun mit welche Geräte verwendet werden um online zu sein. Interessant ist aber auch wie wie viel Zeit man täglich online verbringt. Seit 2006 steigt die Anzahl an Minuten, die man online ist.