Häusliche Gewalt – wenn die eigenen vier Wände zum Albtraum werden

Das Demonstrieren und Aufbegehren seitens der Frauen wird zwar weltweit stärker, doch die Statistiken rund um das Thema häusliche Gewalt geben nach wie vor Anlass zur Besorgnis

Die Gewalt gegen Frauen ist weltweit, mitunter auch in Österreich, wieder am Steigen. In Österreich ist eine von fünf Frauen im Laufe ihres Lebens sexueller und/oder körperlicher Gewalt ausgesetzt. Aktuell sorgen vor allem die Geschehnisse in Lateinamerika für Aufsehen: So stirbt in Argentinien beispielsweise, laut der NGO „La casa del encuentro“, alle 37 Stunden eine Frau an den Folgen von Gewalttaten ihres eigenen Mannes. In Mexiko leiden, laut einer Umfrage aus dem Jahr 2016, 44 Prozent aller Frauen unter den Gewalt-Exzessen ihres Partners.

Plakat auf Demonstration gegen häusliche Gewalt in Buenos Aires

 

Die Gewalt trägt für die Frauen oft lebenslange körperliche und psychische Folgen mit sich. Die Dunkelziffer an Gewaltdelikten ist nach wie vor hoch. In nicht wenigen Fällen hoffen die Partnerinnen, dass sich die Situation wieder von selbst bessert. Zwar gibt es in Mexiko beispielsweise, erste Maßnahmen zum Schutz von Frauen, doch sie bleiben oft wirkungslos: Die Täter kommen nicht selten straffrei davon.

Auch die dortige Wirtschaft leidet darunter. Frauen, die Gewalt erfahren haben, sind auch am Arbeitsplatz weniger produktiv. Das mag angesichts der psychischen und körperlichen Belastungen zwar äußerst zynisch klingen, wurde aber vermehrt als Argument eingesetzt, den Staat davon zu überzeugen, gegen die Eskalation innerhalb der eigenen vier Wände vorzugehen.

Eine Studie der Weltbank hat sogar ergeben, dass wegen Vergewaltigungen und häuslicher Gewalt gegen Frauen, neun Millionen gesunde Lebensjahre weltweit verloren gehen. Demnach verlieren Frauen weltweit mehr Tage durch Misshandlungen, als durch Krebserkrankungen und Autounfälle zusammen.

Doch nicht nur in Lateinamerika schlägt das Thema hohe Wellen: Häusliche Gewalt scheint sich durch sämtliche soziale Schichten, Altersgruppen oder Kulturen zu ziehen. Dennoch gibt es gewisse Tendenzen. Ein Bericht der WHO ergibt, dass innerhalb eines globalen Rahmens rund 30 Prozent aller Frauen mit physischer und/oder sexueller Gewalt von ihrem Lebensgefährten konfrontiert wurden. Laut einer Datenerhebung der WHO ist die Häufigkeit in den WHO-Regionen Südostasien, Östlicher Mittelmeerraum und Afrika am höchsten: Durchschnittlich 37% aller dort lebenden Frauen haben körperliche oder sexuelle Gewalt von ihren nächsten Bezugspersonen erfahren. Sowohl Europa als auch die westpazifische Region weisen einen geringeren Wert von 23% auf. Es lässt sich also die Behauptung aufstellen, dass die Gewalt seitens vieler Männer abnimmt, je besser die Region wirtschaftlich dasteht.

Erschreckend ist ebenso, dass weltweit bereits sehr junge Frauen (15-19 Jahre) davon betroffen sind. Die zweite Grafik legt nahe, dass partnerschaftliche Gewalt also bereits in den jüngsten Beziehungen beginnt. Beim Alter von 40-44 Jahren scheint die Häufigkeit schließlich am größten zu sein. Nichtsdestotrotz haben viele Frauen eine äußerst hohe Hemmschwelle, darüber zu sprechen. Die falsche Scham seitens vieler Frauen, lässt darauf schließen, dass die Werte variabel sind.

Freilich spielen neben der Höhe des Lebensstandards eines Staates noch andere Faktoren mit, um der Ursache für die unkontrollierten Aggressionen vieler Männer auf den Grund zu gehen. Laut einer EU-weiten Befragung sehen 92% der Menschen einen Zusammenhang zwischen häuslicher Gewalt und dem Einfluss von Drogen. Im Vergleich denken nur 58%, dass eine zu geringe Bildung Ursprung des Problems sein könnte. Neben der Drogenabhängigkeit werden auch Armut und eigene Opfererfahrungen als Hauptgrund gesehen.

In Österreich steigt die Gewalt an Frauen ebenso. Projekten zum Gewaltschutz wird nun nichtsdestotrotz die finanzielle Grundlage entzogen. Insgesamt sind in Österreich im Jahr 2017 rund 54 Menschen aufgrund von Gewaltdelikten gestorben. Davon sind rund 36 Frauen oder Mädchen. Sie sind Opfer von Gewalt in der Familie, beziehungsweise im sozialen Nahraum. Attackiert werden sie vorwiegend von Männern, die es nicht ertragen können, die Kontrolle über einen Menschen zu verlieren. Die Anzahl an Frauen, die ihren Mann töten, ist umgekehrt im Vergleich verschwindend gering. FPÖ-Klubchef Gudenus spricht gerne davon, dass Gewalttaten “im Schutze der Dunkelheit” passieren. Den Studien zufolge ist jedoch das Gegenteil der Fall. Die österreichische Regierung hat bei der Familienberatung aktuell eine Million Euro gestrichen.Die knapp 400 Beratungsstellen in Österreich, die die körperliche, soziale und psychische Gesundheit von Familien, Paaren und Kindern in Österreich absichern, müssen jetzt mit kleineren Geldbeiträgen auskommen. Vergangenen Juli hat das Innenministerium zudem ein Hilfsprojekt zu Gewalt gegen Frauen gestoppt. Dabei hat es sich um Fallkonferenzen gehandelt, wo Hochrisiko-Gewaltfälle gegen Frauen von der Polizei, der Justiz und den Interventionsstellen untersucht wurden. In einer Aussendung begründete das Ministerium, dass der Nutzen davon zu gering sei.

Die hohe Zahl an Frauenmorden innerhalb der eigenen Beziehung ist besorgniserregend. Auch die Wiener Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie warnt davor. Bei Hochrisikofällen schützt die regelmäßige Beratung von Polizei, Justiz und Frauenhäusern vor tödlichen Folgen. Doch die Einsparungen der jüngsten Vergangenheit sorgen nicht grundlos für großen Unmut.

 

Quellen:

Dieter Hoß, “Frauenmorde: Wie der Protest gegen den Femizid Argentinien verändert”, https://www.stern.de/panorama/frauenmorde–wie-der-protest-gegen-den-femizid-argentinien-veraendert-7532198.html, 15.12.2018

Arturo Barba, Claudia Macedo und Astrid Viciano, “Wie Mexikanerinnen sich gegen häusliche Gewalt wehren”, https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/mexiko-gewalt-frauen-1.4191172, 15.12.2018

Laura Wiesböck, “Beziehungstaten – die tödliche Eskalation im Wohnzimmer”, https://derstandard.at/2000093967480/Beziehungstaten-die-toedliche-Eskalation-im-Wohnzimmer?utm_term=Autofeed&utm_medium=Social&utm_source=Facebook&fbclid=IwAR2t7zpEoCF10s4nKk-olG_dgiKjAY6N6TDxy7ZZkPROHIiksCdtJ_0nBzg#Echobox=1544800613, 15.12.2018

World Health Organization, “Global and regional estimates of violence against women: prevalence and health effects of intimate partner violence and non-partner sexual violence”, http://apps.who.int/iris/bitstream/handle/10665/85239/9789241564625_eng.pdf?sequence=1, 15.12.2018

ORF.at, “Der blinde Fleck in der Gesellschaft”, https://orf.at/stories/3101653/, 16.12.2018

Die weltweit erfolgreichsten Filme

Hollywood allein macht nicht das Filmgeschäft aus. Denkt man an erfolgreiche Filme, fallen einem zunächst vermutlich die großen Blockbuster ein, in die gewaltige Summen Geld investiert wurden. Dass diese meist eher nur durch eine groß angelegte Werbekampagne präsent sind und es bei Filmen nicht nur auf das Budget und die absoluten Einspielergebnisse ankommt, wird im folgenden erklärt.

Avatar teuerster Film, der je produziert wurde

Quelle: Archiv für Filmposter

2009 kamen die blauen menschenähnlichen Gestalten in die Kinos und sollten mit ihrem gewaltigen Produktionsbudget von 425 Millionen US Dollar in die Geschichte eingehen. Die Rede ist von “Avatar – Aufbruch nach Pandora”, der unter der Regie von James Cameron entstand. Er ist nicht nur der teuerste, sondern auch der erfolgreichste Film bis zum heutigen Tag, dazu später etwas mehr. Fast genauso viel Geld wurde auch in den vierten Teil der Fluch Karibik Reihe gesteckt. Ganze 410 Millionen US Dollar Budget standen der Produktion 2011 zur Verfügung. Dennoch konnte der Film rund um Johnny Depp, der zum ersten Mal auf Keira Knightley verzichten musste, nicht wirklich überzeugen. Auch wenn sie mehr als das Doppele ihres Budgets einspielte, erfüllte die Piraten-Geschichte nicht wirklich ihre Erwartungen. Vor allem im Vergleich zu dem vier Jahre später erschienen Superhelden Epos “Avengers: Age of Ultron” (2015) wird das deutlich. Dieser, ebenfalls von Disney produziert, musste mit 80 Mio. Dollar weniger auskommen, schaffte es aber knapp 1,4 Millarden einzuspielen. Sogar noch erfolgreicher war der dritte Teil der Reihe, der dieses Jahr erschienen ist und ein wahrer Kassenschalger sein sollte. Dafür fährt der Film mit Scarlett Johanson, Robert Downey jr. und Chris Hemsworth aber auch alles an Stargehalt auf, was Hollywood zu bieten hat. Einen regelrechten Flop musste Disney auch mit einem weiteren Depp-Film einfahren. 2013 kam “Lone Ranger” in die Kinos. Depp spielt an der Seite von Armie Hammer (Call Me By Your Name) einen Indianer, der nach Rache giert. Das Studio steckte immerhin auch 275 Mio. Dollar in den Westernfilm, der aber nicht einmal seine Produktionskosten abdecken konnte.

Liebesklassiker Titanic ist trotz geringer Einspielkosten erfolgreicher als Avatar

Quelle: Archiv für Filmposter

Dass Avatar nicht nur budgetär herausragend war, wurde bereits erwähnt. Kein Film bisher konnte so viel Umsatz machen. Ganze 2,7 Milliarden US Dollar lukrierte die Geschichte weltweit. Ein Klassiker holt sich das Silbertreppchen. “Titanic” von 1993 mit Kate Winslet und Leonardo DiCaprio konnte immerhin 2,2 Milliarden Dollar erwirtschaften. Schon anhand dieses Beispieles lässt sich jedoch erkennen, dass die absolut erreichten Einspielergebnisse nicht unbedingt den Erfolg des Filmes bestimmen. Zwar übersteigt der Gewinn von Avatar knapp den von Titanic verzeichneten Umsatz, da das Liebesdrama jedoch mit knapp der Hälfte des Budgets auskommen musste, ist dieses relativ gesehen erfolgreicher gewesen. Auskunft darüber gibt der Wert des Return of Investment (RoI), der den Quotient bzw. das Verhältnis von erwirtschaftetem Gewinn und investierten Kapital darstellt. Damit wird also ausgedrückt, wie viel des ursprünglich aufgewendeten Geldes durch Kinobesuche abgedeckt werden konnten. Auch Jurrasic World (2015) mit Chris Pratt und der siebte Teil der Autorenn-Reihe “Fast and Furious” (2015) (der letzte Teil, in dem der verstorbene Paul Walker mitspielt) zählen somit zu den erfolgreicheren Filmen. Denn obwohl diese beiden Filme absolut betrachtet weniger Einspielergebnisse als Avengers: Infinity War und Star Wars: Episode VII erzielten, konnten sie im Verhältnis zu ihrem wesentlich schmäleren Budget deutlich höhere Gewinne verbuchen.

RoI stellt unbekanntere Filme in den Vordergrund.

Quelle: IMDb

Lässt man den absoluten erzielten Gewinn außer Acht und konzentriert sich generell nur darauf, welche Filme im Verhältnis zu ihrem Budget am meisten erwirtschaften konnten, treten eher unbekannte Filme hervor . So beispielsweise “Facing the Giants”(Regie: Alex Kendrick), ein Independent Sportdrama von 2006, bei dem Freiwillige einer Kirchengemeinschaft als Schauspieler mitwirkten. Mit seinem sehr geringen Budget von nur 100 Tausend US Dollar und einem vor allem durch Videoverkäufe erwirtschafteten Gewinn von über 38 Millionen Dollar, überragt dieses Drama gewaltige Blockbuster wie Avatar oder Titanic. Vor allem auch der Horrorfilm “Paranormal Activity” (2007) und “Fireproof – Gib deinen Partner nicht auf” (2008), das christliche Drama, das ebenfalls von Alex Kendrick inszeniert wurde, konnten lukrative Gewinne erzielen.

Interkulturelles und Pornofilm als vielsprechendste Low Budget Produktionen

Quelle: IMDb

Unter den Filmen, die besonders wenig Budget zur Verfügung hatten, aber dennoch mehr als 1 Mio. US Dollar Gewinn erzielen konnten, reihen sich vor allem alte internationale Klassiker und ein Pornofilm. Mit einem verschwindend geringen Budget von nur sieben Tausend Dollar inszenierte Robert Rodriguez 1992 den mexikanischen Actionfilm “El Mariachi”. Der Regisseur wird später vor allem bei Jugendlichen für seine Regie bei den “Spy Kids” Filmen bekannt sein. Trotz der geringen Mittel sorgte der Streifen für knapp 2 Millionen US Dollar Einspielergebnisse. Ein weiterer Indie-Film, der wohl mittlerweile weltweit bekannt ist und mit nur 65 Tausend Dollar Startkapital auskommen musste, war die Doku “Super Size Me”(2004). Regisseur und Protagonist Morgan Spurlock filmt dabei, wie sein Körper sich durch den reinen Konsum von Produkten der Fastfood-Kette McDonalds verändert. Mit seinem Experiment und dem geringen Budget erreichte der Amerikaner immerhin mehr als 300 Mal so viel wie die Produktionskosten ursprünglich betrugen. Am meisten Erfolg konnte der Pornofilm “Deep Throat” (1972) verbuchen. Während sich die Produktionskosten auf etwa 25 Tausend Dollar beliefen, konnte der etwa einstündige Film mehr als 40 Millionen Dollar lukrieren. Darüber hinaus gilt der Film als einer der maßgeblichen Faktoren, die dazu führten, dass in den 70ern Pornofilme in normalen Kinos gezeigt wurden.

Aus den präsentierten Statistiken wird somit deutlich, dass großes Budget keine Garant für einen Filmerfolg sind. Noch spannender ist, dass Produktionen, die zunächst aufgrund hoher Einspielkosten besonders gewinnbringend wirken, nicht unbedingt Erfolgsprojekte seien müssen, wenn man diese in Bezug zu ihrem Budget setzt. Auf jeden Fall lässt sich erkennen, dass es Filme gibt, die zwar absolut weniger Geld einspielten als große Blockbuster, dennoch aber einen höheren Gewinn erzielten, weil sie den eingesetzten Aufwand in größerem Ausmaß abdecken bzw. überragen.

Islamisierung in Österreich – ein Faktencheck

Kopftuchverbot, Islamisierung und hitzige Facebook-Debatten. Religiöse Belange sind laufend in den Medien, und werden vor allem von der FPÖ thematisiert. Dabei wird selten über die tatsächlich vorherrschende Verteilung der Religionen in Österreich und der Welt gesprochen.

Folgende Grafik zeigt die jeweiligen Anteile der Weltreligionen in den Jahren 1990 und 2010. Die Weltbevölkerung hat sich in dieser Zeitspanne mehr als vervierfacht, und auch bei den Religionszugehörigkeiten sind einige starke Veränderungen zu sehen. Einerseits sind die Anteile der “Sonstigen Religionen” (darunter fallen Chinesische Volksreligionen, Ethnische Religionen, neue Religionen, Sikhs, Taoisten, Konfuzianisten, Jainisten, Shintoisten, Zoroastrier und andere) stark gesunken, andererseits ist ein Anstieg an Muslime um fast 10 Prozentpunkte erkennen. Den stärksten Zuwachs erfuhr allerdings keine Religion, sondern die Gruppe der Menschen, die sich gegen eine Religionszugehörigkeit entschieden haben, mit über 11 Prozentpunkten.

In Österreich gibt es zur Religionszugehörigkeit derzeit keine aktuellen, fundierten Zahlen. Das letzte Mal wurden diese Daten bei der Volkszählung 2001 erhoben. Diese weisen zusammengefasst folgendes Bild auf. Der Anteil der Muslime betrug etwa 4 Prozent der österreichischen Bevölkerung, genauer gesagt 338.988 Menschen. In neueren Studien, die jedoch nicht auf exakt gemessene Zahlen beruhen, geht man davon aus, dass im Jahr 2016 700.000 Menschen in Österreich dem Islam angehörten. 2016 lag die Bevölkerungszahl in Österreich bei 8,7 Mio. Einwohnern, das bedeutet, der Anteil der Muslime läge damit bei 8 Prozent – doppelt so hoch wie im Jahr 2001.

Der Weg aus der Kirche

Wie im obenstehenden Diagramm dargestellt, war im Jahr 2001 eine relativ hohe Anzahl an Konfessionslosen zu verzeichnen (14 Prozent), wobei hier auch diejenigen Menschen hinzugezählt wurden, die „keine Angabe“ gewählt hatten. Dabei macht das Bundesland scheinbar wenig Unterschied. Die nächste Grafik zeigt die Nettoaustritte (Austritte abzüglich Eintritte) der Kirche im Jahr 2016. Die Größe der Kreise zeigt die Anzahl der Nettoaustritte, ohne Berücksichtigung der Bevölkerungszahl. Was hier zum Beispiel auffällt, ist, dass in Wien etwas weniger Austritte zu verzeichnen waren als in Niederösterreich, obwohl die Einwohnerzahl merklich höher ist.

Die Daten der Jahre zuvor zeigen ähnliche Bilder. Was sich daraus schließen lässt ist auf jeden Fall die Tatsache, dass die Anzahl der christlichen Bevölkerung stetig leicht abnimmt. Ein Ende der christlichen Mehrheit in Österreich ist jedoch nicht absehbar. Das wird auch in der Studie „Demographie und Religion in Österreich“des Vienna Institute of Demography angeführt. Demnach sind im Jahr 2046 ein Anteil an Katholiken (ohne Evangelisten, Orthodoxen und sonstigen) von etwa 45 Prozent zu rechnen.

 

Österreich geht online

Über 20 Jahre ist es her, seit das Internet seinen kommerziellen Siegeszug startete. Erst ab den 2000er Jahren brach auch in Österreich der Internet-Hype aus. Durch die Entwicklung des WWW zum Web 2.0, also der interaktiveren Form des Internets wie wir es heute kennen, reichte ein einfacher PC aus, um nun nicht mehr nur Medien zu konsumieren, sondern selbst zum Produzent von Webinhalten zu werden.

Durch die vorerst terrestrische Zuleitung über den Telefonanschluss stieg die Anzahl der “angeschlossenen” Haushalte anfänglich rapide an und war lange Zeit gleich zu setzen mit der Zahl an aktiven Internet-Usern. Durch die zunehmende mobile Internetnutzung via Smartphone und Tablet lässt sich der Rückgang von Internetanschlüssen im letzten Jahr erklären. Immer mehr Menschen nützen das Internet nur noch unterwegs, bzw. mobil.

Umfrageergebnisse der Statistik Austria zeigen, dass Kinder oft das Zünglein an der Waage zu sein scheinen, wenn es um die Entscheidung geht sich einen Internetanschluss zuzulegen. Durch die Verlagerung der Internetnutzung jüngerer Altersgruppen vom Stand-PC der Eltern, hin zum eigenen Smartphone, wird auch in der folgenden Grafik klar ersichtlich, dass der Einfluss den Kinder auf Haushaltsentscheidungen bezüglich des stationären Internets haben, deutlich gesunken ist. Trotzdem ist der zukünftige Trend klar zu sehen. 99% der österreichischen Haushalte mit einem oder mehreren Kindern verfügen über einen Internetanschluss, während kinderlose Haushalte ganze 10% unter diesem Wert liegen.

Sogar die Emanzipation der Frau in der digitalen Welt lässt sich anhand von Umfragen über die letzten 16 Jahre gut visualisieren. Das Geschlecht scheint bei der Häufigkeit der Internetnutzung zwar weiterhin einen Einfluss zu haben, die Differenz schrumpft allerdings von Jahr zu Jahr.

Nachlese Datenjournalismus Kurs an der FH Wien im Wintersemester 2017/18

Ein kleiner Rückblick zum Ende des Wintersemesters 2017/18 – aus meiner subjektiven Sicht mit zwei absoluten Highlights:

1) Die Entwicklung von Datawrapper

Nach der Academy, dem Blog und etlichen neuen Diagrammtypen folgt der neueste Streich River, einer Art Nachrichtenagentur für Charts und Daten, bridging the gap between Data-Haves and Have-Nots.
Hier finden sich dann Charts wie dieses von Gregor Aisch zur gefälligen Weiterverwendung (inkl. Erläutertungen zum Chart im Datwrapper-Blog):

2) Die Arbeiten meiner Studierenden

Wie jedes Jahr finden sich etliche gute und sehr gute Arbeiten – herausheben möchte ich diese drei:

Diese drei wie alle anderen Studierendenarbeiten verwenden zur Visualisierung Datawrapper.

Thomas Jöchler

Hilfe, wir werden alt!

Erschreckende Prognosen einer überalternden europäischen Gesellschaft kursieren schon länger durch die Medien. “Teures Europa der Greise” titelt zum Beispiel die Presse 2014. Immer wieder werden nun Bilder von zusammenbrechenden Pensionssystemen und unbezahlbaren Gesundheitskosten gemalt.

Während Europa meist undifferenziert als große Einheit dargestellt wird, weisen die einzelnen Länder jedoch deutliche Unterschiede in ihren Altersstrukturen auf. Dies wird erkennbar, wenn die Anzahl von Menschen unter 15 Jahre und über 65 Jahre im Verhältnis zur Gesamtbevölkerungszahl betrachtet werden.

Altes Deutschland, junge Iren

Die Daten der OECD für das Jahr 2012 (für die Folgejahre fehlen Daten aus einigen Ländern) zeigen, dass in Deutschland am meisten alte Menschen wohnen, während in Irland auffällig viele junge Menschen, unter 15 Jahre leben. Dieser signifikante Unterschied zwischen den beiden Ländern regt dazu an, die Altersstruktur seit 1970 zu betrachten.

Der Vergleich zeigt unterschiedliche Entwicklungen: Während in Irland der Anteil an Menschen über 65 Jahren erst nach 2005 zu steigen beginnt, wächst der Anteil an alten Menschen in Deutschland schon seit 1990 deutlich. Seit 19995 gibt es in Deutschland mehr Menschen, die älter als 65 Jahre sind, als junge Menschen unter 15 Jahren. In Irland gibt es 2012 noch immer fast 10 Prozent mehr junge, als alte Menschen.

Zur Erklärung müssen viele Faktoren betrachtet werden. Neben der Geburten- und Sterberate, haben auch Entwicklungen wie steigende Lebenserwartung, Abwanderung und Migration Einfluss auf die Altersstruktur eines Landes. Im Beispiel Irland und Deutschland spielt sicher die Geburtenrate eine bedeutende Rolle: Mit 3,9 Kindern pro Frau kamen in Irland 1970 fast doppelt so viele Kinder wie in Deutschland zur Welt.

Dass die Geburtenrate in Irland außergewöhnlich hoch ist, zeigt der große Abstand zum EU-Schnitt und die Tatsache, dass im Vergleichsjahr 1970 nur Spanien (2,9) und Portugal (2,8) mit circa 3 Kindern pro Frau eine deutlich höhere Geburtenrate als der Schnitt hatten. Alle weiteren Länder liegen. Alle weiteren untersuchten Länder liegen nahe oder unter dem Schnitt von 2,4 Kindern pro Frau.

Bis 2012 ist die Geburtenrate in Irland stetig bis auf 2 Kinder pro Frau gesunken. In Deutschland liegt sie 2012 bei 1,4.

Blick nach Österreich

Auch in Österreich ist der Anteil an Menschen über 65 Jahren seit 2005 höher als der an Menschen über 15 Jahren. Österreich gehört somit wie Deutschland zu den Ländern, in denen es bereits mehr ältere als jüngere Menschen gibt. Diese Beispiele zeigen aber ein düstereres Bild als der Schnitt. Im OECD-Gesamtvergleich von 28 Ländern, ist der Anteil an jungen Menschen noch größer, als der mit Menschen über 65 Jahren.

Österreichs Tageszeitungen auf sozialen Medien 2017

A Year in Review

Fast jede Tageszeitung Österreichs nutzt inzwischen soziale Medien, um ihre Inhalte zu bewerben. Mit 3,7 Millionen österreichischen Nutzern im Dezember 2017 (Quelle: statista) ist Facebook bei weitem das meistgenutzte – und somit fundamental für die Digitalisierung dieser Tageszeitungen. Wie schlugen sie sich aber im vergangenen Jahr? Und was zog medial in Österreich letztendlich auf sozialen Medien die meiste Aufmerksamkeit auf sich? Um diese Fragen zu beantworten, wurden die Social Media-Auftritte aller österreichischen Tageszeitungen im Zeitraum 1.1.2017-23.1.2017 analysiert. In diesem Zeitraum wurden von den 13 analysierten Medien insgesamt 12979 Postings verfasst – Nutzer generierten daraufhin insgesamt rund 1,08 Millionen Reaktionen.

DerStandard hält weiterhin den ersten Platz, was Facebookfans betrifft. Die Krone kommt dem Medium allerdings mit nur mehr rund 16.000 Fans Differenz immer näher. Überhaupt auffällig ist, dass die Anzahl der Fans nicht die Anzahl der Reaktionen widerspiegelt: Die Krone hatte mit großem Abstand die meisten Reaktionen (433.787), die Heute – bei Fans bloß am vierten Platz – folgt mit 281.216 Reaktionen an zweiter Stelle. Dies suggeriert, dass die Krone 2017 entweder auffällig reaktionsauslösende Postings verfassen konnte, oder aber auch viel über Facebook warb. DerStandard generierte mit rund 306.000 Fans bloß ca. 175.000 Reaktionen – bloß rund 30.000 mehr als etwa DiePresse, obwohl ersteres Medium über 100.000 Fans mehr zählt.

Postings mit den meisten Reaktionen

 

Obwohl es auch einige Postings mit anderen Themen in der Top 10 gibt, dominieren politische Postings, welche mit der aktuell gewählten Regierung aus ÖVP-FPÖ in Verbindung stehen. Bei Krone und oe24 reagieren User bei solchen Postings hauptsächlich mit Likes und “Love”, während sich bei Presse und Standard viele “Angrys” finden.

Videoinhalte: Trend, vor allem im Boulevard

Videoinhalte waren vergangenes Jahr besonders bei Boulevardmedien im Trend. Vorarlberg Online veröffentlichte gar bei insgesamt 1029 Postings 483 Videos, es folgt die Heute mit 302 Postings, oe24 mit 241 Videoinhalten und die Krone mit 114. Alle anderen erfassten Medien posteten gemeinsam weitere 394 Videos.

Überraschend ist, dass Heute und vol.at mehr Videopostings erstellt haben als oe24 (im Falle von vol.at sogar mehr als doppelt so viele) – und das, obwohl der Onlineauftritt der Österreich seit August 2016 einen einen Online-TV-Sender beinhaltet. Das erste Qualitätsmedium, welches in der Liste erscheint, ist der Kurier mit 82 Videos, gefolgt von dem Standard mit 70 Videos.

Wut: Die am stärksten ausgedrückte Reaktion

“Angry” ist bei weitem die am meisten genutzte Reaktion. Dies liegt sehr stark daran, dass die Reaktion bei den vier Medien mit dem meisten Fans und Interaktionen allgemein – Krone, Heute, oe24 und DerStandard – auch die meistgenutzte ist. Auffällig ist, dass eine Sortierung nach wütenden Reactions, nach “Hahas” und nach Gesamtreactions bei den ersten fünf Ergebnissen dieselbe Reihenfolge ergibt: Krone, Heute, oe24, Standard und zuletzt Presse. Dies ist beispielweise bei der Reaktion “Love” nicht so.

Krone, Heute, Österreich: Das Wut-Triumvirat

Krone, Heute und oe24 alleine produzierten im vergangenen Jahr mehr als zwei Drittel aller “Angry”-Reaktionen. Zwar schafften die drei Medien auch die meisten Reaktionen allgemein, trotzdem aber liegen die Zahlen der “Angry”-Reaktionen bei den drei Medien weit über dem allgemeinen Durchschnitt des Social-Media-Auftritts der Tageszeitungen 2017.

Medien Postings mit den meisten “Angry”-Reaktionen

 

Die wohl wutaufschäumendsten Themen variieren nach Medium. Die Heute kommt ausschließlich mit Beiträgen zu Tierquälerei vor, ansonsten entwickelten sich die “Angry”-Reaktionen auffällig entsprechend der politischen Richtung der jeweiligen Medien. Ebenfalls auffällig ist, dass weder der erste noch der der zweite Platz der meisten “Angry” Reaktionen Heute, oe24 oder Krone ist. Stattdessen sind es Presse und Standard – beide mit Meldungen über Entscheide der neuen Regierung.

 

Alle erfassten Daten stehen hier zur Verfügung (Google-Drive-Link).

Wohin fließt der ÖH-Beitrag?

Knapp 380.000 Studierende sind in Österreich an öffentlichen und privaten Hochschulen inskribiert. Jeder von ihnen zahlt pro Semester einen Beitrag an ihre gesetzlichen Vertretung: Der Österreichischen Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft (ÖH).

Wohin die Studierendenbeiträge nun fließen sollen, will die neue Regierung ändern. Das aktuelle Regierungsprogramm sieht vor, dass die ÖH ihre Mittel in der Höhe von 6.8 Millionen Euro „ausschließlich für Aufgaben der Beratung und Interessenvertretung von Studierenden“ einsetzen dürfe. Sie soll sich mehr auf den direkten Service für Studierende konzentrieren. Damit soll dem allgemeinpolitische Mandat der ÖH ein Riegel vorgeschoben werden. Ob das die Studierenden stört, bleibt fraglich, denn die Wahlbeteiligung der Interessensvertretung lag bei der letzten Wahl knapp unter 25%.

Das Hochschulgesetz lässt sehr viel Spielraum, in welchen Belangen die ÖH die “allgemein und studienbezogenen Interessen ihrer Mitglieder” vertritt, weshalb die Hochschulvertreter immer wieder durch fragwürdige finanzielle Investitionen medialer Kritik ausgesetzt sind: Von der Gründung eines Cafés der ÖH Uni Wien, den zu viel verkaufte Ballkarten der ÖH WU Wien oder der Finanzierung von “Demo-Bussen”.

ÖH-Vertretungen verfügen autonom über ihre Budgets

Die einzelnen ÖH-Vertretungen besitzen autonome Handlungsfähigkeiten, weshalb die Studienbeiträge auch unterschiedlich eingesetzt werden.
Derzeit beläuft sich der ÖH-Beitrag auf 18.50 Euro (Im Studienjahr 2015/16 waren es 18.00 Euro). Die Aufteilung des Betrags auf die Bundesvertretung und die einzelnen Hochschulvertretungen ist im aktualisierten HSG von 2014 vorgegeben:

Fast die Hälfte des ÖH-Beitrags der ÖH Uni Wien geht ans Personal

Die ÖHs der drei größten Universitäten Österreichs erhielten 2015/16 Studienbeiträge in der Höhe über 3,2 Millionen Euro. Hinzu kommen andere Erträge wie Subventionen, betriebliche Erträge oder Vermögenserträge.


Während also bei der Uni Wien die Studienbeiträge 90% des Gesamtbudgets der ÖH-Vertretung ausmachen, ist der Anteil an der WU Wien gerade einmal knapp unter 60%. Einen großen Anteil ihrer Einnahmen machen hier die Erträge der einzelnen Referate aus (Sonstige Erträge).
Auch bei der Betrachtung der Ausgaben werden große Unterschiede sichtbar. Während die ÖH Uni Innsbruck mehr als ein Viertel ihres Budgets für Projekte ausgab, fiel fast die Hälfte der Kosten der ÖH Uni Wien auf Gehälter für Personal und Aufwandsentschädigungen für gewählte ÖH-Vertreter/innen.

Ein Euro für Rücklagen

Die Verteilung des Budgets ist jedoch mit Vorsicht zu genießen: Während die ÖH Uni Wien eine genauere Aufschlüsselung bietet und Stipendien, spezielle Beratungen, Exkursionen und Seminare separat aufweist, fasst die ÖH WU Wien diese in ihrem Jahresabschluss im “Sachaufwand” zusammen.

Was die drei größten Hochschulvertretungen Österreichs jedoch gemeinsam haben: Zirka ein Euro pro ÖH-Beitrag blieb übrig – Diese fließen in Rücklagen der einzelnen Vertretungen ein und werden bei Bedarf aufgelöst, beispielsweise für die ÖH-Wahlen, die alle zwei Jahre stattfinden.

1.46 Euro für Weiterbildung von ÖH-Mandatar/innen

1.46 Euro gab jeder Studierender der Uni Wien pro Semester für Reise- und Fahrtkosten aus. Die ÖH-Vertreter/innen finanzierten damit verschiedene Seminare und Exkursionen, die hauptsächlich von ihren eigenen Mandatar/innen in Anspruch genommen wurden.

Insgesamt 79.819 Euro (oder 0.56 Euro pro Studierender) wurden für Stipendien ausgeschüttet. Damit werden sozial-schwächer gestellte Studierende unterstützt, aber auch wissenschaftliche Arbeiten oder Studierendenprojekte gefördert.

 

Die ÖH der WU Wien hält sich bedeckter in ihrem Jahresabschluss. Zwar können die Sachaufwand-Kosten den einzelnen Referaten und Studienvertretungen zugeordnet werden, wofür das Geld ausgegeben wird, ist für Außenstehende unklar.

 

Auch an der ÖH Uni Innsbruck wird ein beträchtlicher Teil des Hochschulbeitrags für das Personal ausgegeben: Ganze 5.50 Euro zahlten Studierende für Angestellte und Mandatar/innen der ÖH. Immerhin: Mit knapp 230.000 Euro (oder 4.02 Euro pro Studierender) wurden die ÖH-eigene Kinderkrippe und diverse Studierendenprojekte, aber auch Studierende in Notsituationen unterstützt.

Bildungspolitische Erfolge kaum sichtbar

Hinter der Österreichischen Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft steckt wie bei einer staatlichen Institution ein großer Verwaltungsapparat, der sich in den Kosten widerspiegelt. Ähnlich anderen Interessensvertretungen ist fraglich, ob sich die Ausgaben und die daraus resultierenden bildungspolitischen Interventionen und Erfolge rechtfertigen lassen.

Eines ist sicher: Wird der derzeitige Regierungsplan so umgesetzt, wird sich dies in den Ausgaben der ÖH-Vertretungen widerspiegeln lassen.

Quellen:
Statistik Austria
Hochschülerinnen- und Hochschülerschaftsgesetz (HSG) 2014
ÖH Universität Wien Jahresabschlussbericht 2015/2016
ÖH Wirtschaftsuniversität Jahresabschlussbericht 2015/2016
ÖH Universität Innsbruck Jahresabschlussbericht 2015/2016
Bundesvertretung der ÖH Jahresabschlussbericht 2015/2016

Nationalratswahl 2017 – data to play with

Mandatsverluste und -gewinne

 

Mandatsverteilung


Google Spreadsheet mit den eingelesenen Daten

 

 

 

 

 

10 praktische Google Spreadsheet Formeln für Datenjournalisten

Eine kurze Einführung in einige hilfreiche Google Spreadsheet Formeln, besonders hilfreich für datengetriebenen Journalismus.

(1) SPLIT

Sample Data for split formula

Teilt Text an bestimmten Trennzeichen in einzelne Zellen auf (das Trennzeichen wird dabei entfernt – entspricht der Menüfunktion “Text in Spalten aufteilen”):

=SPLIT(C3; ":"; TRUE)
  • Was soll aufgeteilt werden?
  • Angabe des Trennzeichen
  • Angabe ob bei jedem Vorkommen des Trennzeichens getrennt werden soll

(2) VLOOKUP

Animated gif with sample vlookup formula

Senkrechter Verweis. Sucht von der ersten Spalte eines Bereichs abwärts nach einem Schlüssel und gibt den Wert einer angegebenen Zelle in der Zeile zurück, die gefunden wurde. Sehr hilfreich beim Zusammenführen von Daten in verschiedenen Tabellenblättern mit einem gemeinsamen Schlüssel.

=VLOOKUP(A3;'02 - VLOOKUP (b)'!A:B;2;FALSE)
  • Angabe des Suchschlüssels
  • Bereich in dem gesucht werden soll (im Beispiel im Tabellenblatt mit dem Namen “02 – VLOOKUP (b)” in den Spalten A und B)
  • Angabe der Spalte im Bereich, die zurückgegeben wird
  • Angabe, ob die zu durchsuchende Spalte (die erste Spalte des angegebenen Bereichs) sortiert ist (default ist TRUE; wenn der Schlüssel nur 1x im Bereich vorkommt ist FALSE empfehlenswert)

 

HLOOKUP funktioniert analog als horizontaler Verweis.

 

(3) GOOGLETRANSLATE

Sample formulas for googletranslate

Liefert Übersetzungen via Google Translate – schneller Weg für Übersetzungen, die natürlich wie immer bei automatischen Übersetzungen mit Vorsicht zu genießen sind. Für fremdsprachige Datensätze aber mitunter sehr hilfreich.

=GOOGLETRANSLATE(A4; "de"; "fr")
  • Was wird übersetzt (Text oder Zellen)
  • Länderkürzel der Sprache des Quelltextes
  • Länderkürzel der Sprache in die übersetzt wird

(4) CONCATENATE

Concatenate sample formula

 

concatenate2

Verknüpft Zeichenfolgen miteinander (umgekehrte Funktion zu SPLIT).

=CONCATENATE(A2:A5;)
=CONCATENATE(A2; " "; A3; " "; A4; " "; A5; " ")
  • Angabe der zu vernüpfenden Zeichen (z.B. ein Bereich mehrerer Zellen)
  • Angabe kann beliebig oft wiederholt werden (Beispiel 2 mit Einfügen von Leerzeichen zwischen Zellwerten)

(5) LEFT, MID, RIGHT

Sample formula for left function

 

mid

 

right

Mit LEFT, MID und RIGHT erhält man den Teil einer Zeichenfolge.

=LEFT(A1; 3)
  • Die ersten 3 Zeichen von links werden ausgegeben
=MID(A1; 5; 6)
  • Ab dem 5. Zeichen werden die folgenden 6 Zeichen ausgegeben (Achtung: ein Leerzeichen wird mitgezählt, es ist ja auch ein Zeichen)
=RIGHT(A1; 10)
  • Die ersten 10 Zeichen von links werden ausgegeben

(6) SUBSTITUTE

Sample formula for substitute

Ersetzt Teile in einem Text durch eine neue Zeichenfolge.

=SUBSTITUTE(A2; "Max"; "Sabine"; 1)
  • Angabe des Ausgangstextes (z.B. Zelle A2)
  • Zeichenfolge, die ersetzt werden soll
  • Neue Zeichenfolge
  • Anzahl der Wiederholungen (wenn die zu ersetzende Zeichenfolge mehrfach vorkommt; default ist alle Vorkommen zu ersetzen)

(7) UNIQUE

Sample formula for Unique

Gibt eindeutige Werte/Texte aus dem angegebenen Quellbereich zurück.

=UNIQUE(A2:A12)
  • Angabe des Bereichs, in dem die eindeutigen Werte gesucht werden

(8) AVERAGE + MEDIAN

Sample formula for average

 

median

Average errechnet den Mittelwert (Durchschnitt) aus einem angegebenen Bereich; mit Median wird der mittlere Wert errechnet (man stellt sich alle Werte als aufsteigende Reihe vor, und es wird genau der Wert in der Mitte dieser Reihe zurückgegeben). Bei Daten zu Einkommen o.ä. ist oft der Median aussagekräftiger, weil er immun gegen einzelne starke Ausreisser am oberen oder unteren Ende der Reihe ist.

=AVERAGE(B2:B9)
=MEDIAN(B2:B9)
  • beim Median kommt im Vergleich zu Average ein niedrigerer Wert zurück, weil im angegebenen Bereich 8 Werte vorhanden sind, es wird bei einer geraden Anzahl der Durchschnitt der beiden mittleren Werte genommen (im Beispiel: 2500 und 3000 -> Durchschnitt davon 2750, das ergibt den Median)

(9) TRIM

Screenshot Trim Formel

Entfernt unnötige Leerzeichen (am Anfang, am Ende, doppelte Leerzeichen innerhalb des Strings):

=trim(" lorem ipsum")
=trim(A2)

(10) IMPORTHTML

Screenshot showing importhtml formula on sample data

 

Import die Daten einer Tabelle oder einer Liste aus einer HTML-Seite:

=IMPORTHTML("https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_höchsten_Bauwerke_der_Welt"; "table"; 1)
  • Angabe der URL
  • Element (table oder list)
  • Index des Elements (die wievielte Tabelle/Liste in der HTML-Seite)

Aktualisiert sich laufend aus der HTML-Seite.

 

Daten der Beispiele:

Weiterführende Links: